Riegel im Radsport

Einleitung

Energieriegel sind seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer Bestandteil der Wettkampfernährung im Radsport. Sie bieten eine kompakte, praktische und schnell verfügbare Energiequelle für lange Trainingseinheiten und intensive Rennen. Im Gegensatz zu flüssiger Sporternährung liefern Riegel nicht nur schnelle Kohlenhydrate, sondern auch eine gewisse Menge an Proteinen, Fetten und Ballaststoffen, was sie zu einer vielseitigen Ernährungsoption macht.

Moderne Riegel sind speziell auf die Bedürfnisse von Ausdauersportlern zugeschnitten und unterscheiden sich grundlegend von herkömmlichen Süßigkeiten oder Müsliriegeln. Die Wissenschaft hinter ihrer Zusammensetzung berücksichtigt Verdauungsgeschwindigkeit, Magenverträglichkeit, Energiedichte und praktische Aspekte wie Konsistenz bei verschiedenen Temperaturen.

Arten von Riegeln für Radsportler

Energieriegel (High-Carb)

Energieriegel mit hohem Kohlenhydratanteil (60-80% der Kalorien) sind die klassische Wahl für längere Ausfahrten und Rennen. Sie enthalten meist 200-300 Kalorien pro Riegel und liefern schnell verfügbare Energie durch eine Kombination aus einfachen und komplexen Kohlenhydraten.

Typische Zusammensetzung:

  • 30-45g Kohlenhydrate
  • 2-5g Protein
  • 3-8g Fett
  • 200-300 kcal

Diese Riegel sind ideal während intensiver Belastungen, wenn der Körper primär Kohlenhydrate zur Energiegewinnung nutzt. Viele enthalten zusätzlich Elektrolyte wie Natrium und Kalium zur Unterstützung der Hydratation.

Proteinriegel

Proteinriegel mit einem Proteinanteil von 15-30g pro Riegel sind weniger für den Einsatz während des Rennens geeignet, sondern dienen hauptsächlich der Regeneration nach intensiven Einheiten. Sie unterstützen die Muskelreparatur und den Aufbau.

Typische Zusammensetzung:

  • 20-40g Kohlenhydrate
  • 15-30g Protein
  • 5-15g Fett
  • 250-400 kcal

Der höhere Protein- und Fettgehalt verlangsamt die Verdauung, weshalb diese Riegel nicht während hochintensiver Belastung konsumiert werden sollten.

Müsliriegel und Naturprodukte

Müsliriegel auf Basis von Haferflocken, Nüssen, Trockenfrüchten und Honig bieten eine natürlichere Alternative zu industriell gefertigten Energieriegeln. Sie enthalten mehr Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate, was zu einer langsameren, aber konstanteren Energiefreisetzung führt.

Diese eignen sich besonders für:

  • Lange, moderate Grundlageneinheiten
  • Frühe Morgenausfahrten als Frühstücksersatz
  • Mehrtagestouren mit gemäßigtem Tempo

Selbstgemachte Riegel

Viele Profi-Teams setzen auf selbstgemachte Riegel, oft als "Rice Cakes" bekannt - eine Mischung aus gekochtem Reis, getrockneten Früchten, Nüssen und Honig. Diese bieten maximale Kontrolle über Inhaltsstoffe und sind oft besser verträglich als kommerzielle Produkte.

Nährstoffzusammensetzung im Detail

Nährstoff
Funktion
Optimaler Anteil
Quellen im Riegel
Kohlenhydrate
Primäre Energiequelle
60-80%
Glukose, Fruktose, Maltodextrin, Hafer
Protein
Muskelerhaltung, Regeneration
5-15%
Molke, Soja, Erbsenprotein
Fett
Langfristige Energie, Sättigung
10-25%
Nüsse, Samen, MCT-Öl
Ballaststoffe
Verdauungsregulation
2-5g
Hafer, Früchte, Nüsse
Natrium
Elektrolytbalance
100-200mg
Salz, Meersalz

Glykämischer Index

Der glykämische Index (GI) bestimmt, wie schnell die Kohlenhydrate in den Blutkreislauf aufgenommen werden:

  • Hoher GI (70+): Schnelle Energie, ideal während intensiver Belastung
  • Mittlerer GI (55-70): Ausgewogene Energiefreisetzung für moderate Einheiten
  • Niedriger GI (<55): Langanhaltende Energie, gut vor langen Ausfahrten

Moderne Wettkampfriegel kombinieren oft verschiedene Kohlenhydratquellen mit unterschiedlichem GI, um sowohl schnelle als auch langanhaltende Energie bereitzustellen.

Optimaler Einsatz im Training und Wettkampf

Vor dem Rennen

60-90 Minuten vor Start:

  • 1 Riegel mit moderatem GI
  • Leicht verdaulich, niedriger Ballaststoffgehalt
  • Kombiniert mit ausreichend Flüssigkeit
  • Vermeidung neuer, ungetesteter Produkte

Ziel ist eine Glykogenauffüllung ohne Belastung des Magen-Darm-Trakts.

Während des Rennens

Faustregeln für die Aufnahme:

  • Erster Riegel nach 60-90 Minuten
  • Danach alle 60-75 Minuten ein weiterer Riegel
  • Zielaufnahme: 60-90g Kohlenhydrate pro Stunde
  • Immer in Kombination mit Flüssigkeit

Wichtige Hinweise:

  • Nicht auf Nüchternmagen testen
  • Schrittweise Steigerung der Menge im Training
  • Bei intensiven Belastungen evtl. auf Gels umsteigen

PRAXIS-TIPP: Riegel-Einnahme

Schneide Riegel in kleinere Stücke und verteile sie in verschiedenen Trikottaschen. So kannst du häufiger kleine Mengen zu dir nehmen statt seltener große Portionen - das verbessert die Verträglichkeit erheblich.

Nach dem Training

30-60 Minuten nach Belastungsende:

  • Proteinreicher Riegel (15-20g Protein)
  • Kombiniert mit Kohlenhydraten im Verhältnis 3:1 bis 4:1
  • Unterstützt optimale Regeneration
  • Alternative zu Protein-Shakes

Verträglichkeit und Magenprobleme

Häufige Probleme

Übelkeit und Völlegefühl:

  • Ursache: Zu hoher Fett- oder Ballaststoffgehalt
  • Lösung: Wechsel zu reinen Kohlenhydratriegeln während intensiver Phasen

Durchfall:

  • Ursache: Zu hohe FODMAPs, Zuckeralkohole, Laktose
  • Lösung: Riegel mit einfachen Zutaten wählen, individuelle Toleranz testen

Krämpfe:

  • Ursache: Zu wenig Flüssigkeit mit Riegel
  • Lösung: Pro Riegel mindestens 200-300ml Wasser trinken

Verträglichkeits-Checkliste

Gut verträgliche Zutaten:

  • Maltodextrin
  • Dextrose
  • Weißer Reis
  • Banane
  • Ahornsirup

Problematische Zutaten (individuell):

  • Zuckeralkohole (Sorbit, Xylit)
  • Hoher Fruktoseanteil
  • Milchprodukte (Laktose)
  • Nüsse (bei Belastung)
  • Künstliche Süßstoffe

Timing und Kohlenhydrataufnahme-Strategie

Belastungsdauer
Kohlenhydrate/Stunde
Riegel-Empfehlung
Zusätzliche Versorgung
< 60 Min.
0g
Kein Riegel nötig
Nur Wasser
60-90 Min.
30g
1/2 Riegel
Elektrolytgetränk
90-150 Min.
60g
1 Riegel
1-2 Gels, Getränk
150-240 Min.
60-90g
1-2 Riegel
2-3 Gels, Getränk
> 240 Min.
90g
2+ Riegel
Gels, herzhaftes Essen

Kombinationsstrategie

Optimale Kombination verschiedener Produkte:

  • Stunde 1: Nur Getränk (30g Kohlenhydrate)
  • Stunde 2: 1/2 Riegel + Getränk (60g gesamt)
  • Stunde 3: 1 Gel + Getränk (60g gesamt)
  • Stunde 4: 1 Riegel + Getränk (75g gesamt)
  • Stunde 5+: Rotation aus Riegel, Gel, herzhaften Snacks

Diese Rotation verhindert Geschmacksmüdigkeit und nutzt verschiedene Verdauungswege optimal aus.

Kommerzielle Produkte vs. Selbstgemacht

Vorteile kommerzieller Riegel

  • Exakte Nährstoffangaben
  • Konsistente Qualität
  • Lange Haltbarkeit
  • Optimierte Verträglichkeit
  • Verschiedene Geschmacksrichtungen
  • Praktische Verpackung

Vorteile selbstgemachter Riegel

  • Volle Kontrolle über Zutaten
  • Kostengünstiger
  • Natürliche Inhaltsstoffe
  • Individuelle Anpassung
  • Keine Zusatzstoffe
  • Oft bessere Verträglichkeit

Kosten-Nutzen-Analyse

Aspekt
Kommerziell
Selbstgemacht
Empfehlung
Kosten pro Riegel
€2-4
€0.50-1
Selbstgemacht
Zeitaufwand
Keine
2-3h Vorbereitung
Kommerziell
Haltbarkeit
12-24 Monate
3-7 Tage
Kommerziell
Nährstoffpräzision
Exakt
Geschätzt
Kommerziell
Individualität
Begrenzt
Unbegrenzt
Selbstgemacht

Beliebte Marken und Produkte 2025

Premium-Segment

Wissenschaftlich optimiert, höchste Verträglichkeit:

  • Maurten Solid (neutrale Hydrogel-Technologie)
  • SiS GO Energy Bar (gut verträglich, moderate Süße)
  • Näak Ultra Energy Bar (pflanzlich, nachhaltig)
  • Clif Bar (klassisch, vielseitig)

Performance-Segment

Fokus auf maximale Energiedichte:

  • PowerBar Energize (bewährt, verschiedene Sorten)
  • High5 Energy Bar (preiswert, solide Qualität)
  • Sponsor Energy Bar (italienische Qualität)
  • Torq Energy Bar (britischer Klassiker)

Natural-Segment

Natürliche Zutaten, Bio-Qualität:

  • Kate's Real Food Bars (echte Lebensmittel)
  • MuleBar (Bio-zertifiziert, lecker)
  • PurePower Bar (skandinavisch, minimalistisch)
  • Squirrel's Nut Butter (innovative Texturen)

Rezept: Selbstgemachte Rice Cakes

Zutaten (ergibt 12 Portionen):

  • 400g gekochter Sushi-Reis (klebt besser)
  • 100g getrocknete Aprikosen, fein gehackt
  • 80g Mandeln, gehackt
  • 60g Honig oder Ahornsirup
  • 40g Kokosöl
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1/2 TL Meersalz
  • Optional: 30g Proteinpulver

Zubereitung:

  1. Reis nach Packungsanweisung kochen, leicht auskühlen lassen
  2. Kokosöl und Honig in kleiner Pfanne erwärmen
  3. Alle Zutaten in großer Schüssel vermengen
  4. Masse fest in gefettete Form (20x20cm) drücken
  5. Kühlschrank 2-4 Stunden auskühlen lassen
  6. In 12 Portionen schneiden
  7. Einzeln in Alufolie wickeln

Nährwerte pro Portion:

  • Kalorien: ~180
  • Kohlenhydrate: 32g
  • Protein: 4g
  • Fett: 4g

Haltbarkeit: 5-7 Tage im Kühlschrank

Lagerung und Haltbarkeit

Optimale Lagerbedingung

Kommerzielle Riegel:

  • Kühl und trocken lagern (15-20°C)
  • Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
  • Original verschlossen: 12-24 Monate haltbar
  • Geöffnet: innerhalb 2-3 Wochen verzehren

Selbstgemachte Riegel:

  • Kühlschrank (4-7°C): 5-7 Tage
  • Gefrierfach (-18°C): bis 3 Monate
  • Luftdichte Behälter verwenden
  • Einzeln verpacken für bessere Haltbarkeit

Konsistenz bei verschiedenen Temperaturen

Wichtig für Wettkämpfe:

  • < 10°C: Viele Riegel werden hart und schwer zu kauen
  • 20-25°C: Ideale Konsistenz
  • > 30°C: Viele Riegel werden weich und klebrig

Lösung: Bei heißen Rennen Riegel in isolierter Tasche mit Kühlakku transportieren oder auf Gels umsteigen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Aktuelle Forschung 2024-2025

Kohlenhydrataufnahme-Obergrenze:

Neueste Studien zeigen, dass trainierte Athleten bis zu 120g Kohlenhydrate pro Stunde aufnehmen können, wenn Glukose und Fruktose im Verhältnis 2:1 kombiniert werden. Dies übertrifft die bisherige Empfehlung von 90g/h.

Protein während Belastung:

Kleine Mengen Protein (5-10g pro Stunde) während langer Ausfahrten (>4h) können Muskelabbau reduzieren, ohne die Verdauung zu belasten.

Fett-Adaptation:

Bei ultra-langen Events (>6h) können moderate Mengen Fett in Riegeln die metabolische Flexibilität verbessern und Glykogen sparen.

WISSENSCHAFT: Neue Erkenntnisse 2025

Studien der Universität Birmingham zeigen: Die Kombination von festem Essen (Riegel) und flüssiger Nahrung (Gels, Drinks) führt zu besserer Gesamtaufnahme als ausschließlich eine Form. Grund: Unterschiedliche Verdauungswege werden parallel genutzt.

Riegel für spezielle Anforderungen

Glutenfrei

  • Clif Bar White Chocolate Macadamia
  • Näak Ultra Energy Bar
  • MuleBar Natural Energy
  • Selbstgemachte Reisriegel

Vegan

  • Näak Ultra Energy (alle Sorten)
  • Clif Bar (die meisten Sorten)
  • Kate's Real Food
  • Squirrel's Nut Butter
  • PowerBar Plant Protein

Low-FODMAP

  • Maurten Solid
  • SiS GO Energy Bar
  • Selbstgemacht mit Reis + Banane
  • Torq Energy Bar (ausgewählte Sorten)

Allergikerfreundlich

Nussfrei:

  • SiS GO Energy Bar
  • PowerBar Energize Original
  • High5 Energy Bar

Laktosefrei:

  • Die meisten Energieriegel (Proteinriegel prüfen!)
  • Alle pflanzlichen Riegel

Häufige Fehler und Lösungen

Fehler 1: Zu wenig trinken

❌ Problem: Riegel ohne ausreichend Flüssigkeit führen zu Verdauungsproblemen

✅ Lösung: Pro Riegel mindestens 300ml Wasser innerhalb 15 Minuten trinken

Fehler 2: Ungetestete Produkte im Wettkampf

❌ Problem: Magen-Darm-Probleme durch unbekannte Riegel

✅ Lösung: Neue Riegel mindestens 3-4x im Training testen

Fehler 3: Zu späte Aufnahme

❌ Problem: Warten bis Hunger/Schwäche einsetzt

✅ Lösung: Präventiv essen, bevor Energiereserven erschöpft sind

Fehler 4: Zu große Portionen

❌ Problem: Kompletter Riegel auf einmal überfordert Verdauung

✅ Lösung: Riegel in 3-4 Stücke teilen, über 20-30 Minuten verteilt essen

Fehler 5: Falsche Riegel-Art

❌ Problem: Proteinriegel während intensiver Belastung

✅ Lösung: Hochintensiv = reine Kohlenhydratriegel; Regeneration = Proteinriegel

Checkliste: Der richtige Riegel für dich

Für intensive Rennen (>4 Watt/kg):

  • Mindestens 70% Kohlenhydrate
  • Niedriger Ballaststoffgehalt (<3g)
  • Niedriger Fettgehalt (<5g)
  • Glukose + Fruktose Kombination
  • Einfache, getestete Zutaten

Für lange Grundlageneinheiten:

  • 60-70% Kohlenhydrate
  • Moderate Ballaststoffe (3-5g)
  • 5-10g gesunde Fette
  • Natürliche Zutaten
  • Guter Geschmack (für Motivation)

Für Regeneration:

  • 15-25g Protein
  • Kohlenhydrate:Protein-Verhältnis 3:1 oder 4:1
  • BCAAs enthalten
  • Innerhalb 60 Min. nach Belastung
  • Kombinierbar mit Recovery Drink

Praktische Tipps für Wettkämpfe

Transport und Verpackung

Trikottasche:

  • Riegel in 3-4 Stücke vorschneiden
  • In Plastikfolie einzeln wickeln
  • Beschriften mit "Stunde 2", "Stunde 4" etc.
  • Schwere Riegel nach unten, leichte nach oben

Rennrad-Rahmentasche:

  • Ganze Riegel für spätere Rennphasen
  • Vor Feuchtigkeit schützen
  • Bei Hitze mit Kühlakku kombinieren

Teamwagen-Strategie:

  • Neue Riegel bei Verpflegungszone holen
  • In verschiedenen Geschmäckern
  • Immer 1-2 Backup-Riegel mitführen

Grand Tour Strategie

Beispiel Tour de France Etappe (180km, 5h):

  • Stunde 1: Nur Getränk
  • Stunde 2: 1/2 Riegel (süß) + Gel
  • Stunde 3: 1 Riegel (herzhaft) + Getränk
  • Stunde 4: 1 Gel + 1/2 Riegel (süß)
  • Stunde 5: 1 Riegel + finale Gels für Zielannäherung

Geschmacksrotation wichtig: Abwechslung verhindert Geschmacksmüdigkeit

Umwelt und Nachhaltigkeit

Verpackungsproblem

Kommerzielle Riegel erzeugen erheblichen Verpackungsmüll:

  • Durchschnittlich 15g Verpackung pro 60g Riegel
  • Meist nicht recycelbar (Mehrschichtfolien)
  • Pro Saison: 50-100 Riegel = 750-1500g Müll pro Fahrer

Nachhaltige Alternativen

Beste Optionen:

  • Selbstgemachte Riegel in wiederverwendbaren Behältern
  • Maurten (recyclbare Verpackung)
  • Näak (kompostierbare Verpackung)
  • Bulk-Kauf und Portionierung in eigene Folien
  • Mehrweg-Edelstahl-Boxen für Transport

Profi-Teams:

Viele WorldTour-Teams setzen auf selbstgemachte "Feed" in wiederverwendbaren Musselin-Beuteln - Zero Waste bei Verpflegungszonen.

Zukunftstrends 2025+

Personalisierte Riegel

KI-gestützte Analyse von Trainingsbelastung, Schweißanalyse und individueller Verträglichkeit führt zu:

  • Maßgeschneiderten Kohlenhydrat-Mischungen
  • Optimiertem Elektrolytgehalt
  • Personalisiertem Geschmacksprofil
  • 3D-gedruckten Riegeln (Zukunft)

Neue Zutaten

Aktuell in Entwicklung:

  • Algen-basierte Proteine (nachhaltig)
  • Fermentierte Kohlenhydrate (bessere Verträglichkeit)
  • Adaptogene Zusätze (Stress-Reduktion)
  • Probiotika-Riegel (Darmgesundheit)

Smart Packaging

Bereits erhältlich:

  • QR-Codes mit Timing-Empfehlungen
  • Temperatur-Indikatoren
  • Integrierte Elektrolyt-Checks
  • App-Integration für Tracking

Häufig gestellte Fragen zu Riegeln im Radsport

Frage
Antwort
Welcher Riegel-Typ eignet sich während intensiver Rennen und welcher eher danach?
Während intensiver Belastungen sind High-Carb-Energieriegel die klassische Wahl. Sie liefern etwa 30–45 g Kohlenhydrate, nur 2–5 g Protein und 3–8 g Fett bei rund 200–300 kcal und stellen Energie schnell bereit, oft ergänzt um Elektrolyte wie Natrium und Kalium. Proteinriegel mit 15–30 g Protein und höherem Fettanteil verlangsamen die Verdauung und sind deshalb während hochintensiver Belastung ungeeignet. Sie gehören in die Regenerationsphase nach der Einheit, wo sie Muskelreparatur und Aufbau unterstützen.
Wann und wie oft sollte man während einer Ausfahrt Riegel essen?
Unter 60 Minuten Belastung ist in der Regel kein Riegel nötig, Wasser reicht. Bei 60–90 Minuten reichen etwa 30 g Kohlenhydrate, oft als halber Riegel plus Elektrolytgetränk. Ab 90 Minuten gilt als Faustregel: erster Riegel nach 60–90 Minuten, danach alle 60–75 Minuten ein weiterer, mit Zielaufnahme von 60–90 g Kohlenhydraten pro Stunde und immer zusammen mit Flüssigkeit. Bei sehr langen Fahrten über 150 Minuten steigt die Empfehlung auf ein bis zwei Riegel plus Gels und Getränk; über 240 Minuten können zwei oder mehr Riegel plus herzhafte Snacks nötig sein.
Warum bekommen viele Fahrer mit Riegeln Magenprobleme und wie lässt sich das vermeiden?
Übelkeit und Völlegefühl entstehen oft durch zu hohen Fett- oder Ballaststoffgehalt; dann helfen reine Kohlenhydratriegel in intensiven Phasen. Durchfall hängt häufig mit FODMAPs, Zuckeralkoholen oder Laktose zusammen – einfache Zutaten und individuelle Verträglichkeitstests sind hier entscheidend. Krämpfe entstehen oft, weil zu wenig getrunken wird: pro Riegel mindestens 200–300 ml Wasser, idealerweise rund 300 ml innerhalb von 15 Minuten. Gut verträglich sind unter anderem Maltodextrin, Dextrose, weißer Reis, Banane und Ahornsirup; problematisch können Sorbit, Xylit, hoher Fruktoseanteil, Laktose, Nüsse unter Belastung und künstliche Süßstoffe sein.
Wie kombiniert man Riegel sinnvoll mit Gels und Getränken über mehrere Stunden?
Eine bewährte Rotation startet in Stunde 1 nur mit Getränk (etwa 30 g Kohlenhydrate), in Stunde 2 mit einem halben Riegel plus Getränk (rund 60 g gesamt) und in Stunde 3 mit einem Gel plus Getränk. Ab Stunde 4 folgt wieder ein Riegel plus Getränk (rund 75 g), danach rotieren Riegel, Gel und herzhafte Snacks. Diese Mischung verhindert Geschmacksmüdigkeit und nutzt unterschiedliche Verdauungswege parallel. Studien der Universität Birmingham legen nahe, dass die Kombination aus festem Essen und flüssiger Nahrung zu einer besseren Gesamtaufnahme führt als ausschließlich eine Form.
Worin unterscheiden sich selbstgemachte Rice Cakes von kommerziellen Energieriegeln?
Selbstgemachte Rice Cakes aus gekochtem Reis, Trockenfrüchten, Nüssen und Honig geben volle Kontrolle über die Zutaten und sind oft besser verträglich; sie kosten typischerweise etwa 0,50–1 € pro Portion statt 2–4 € bei Fertigprodukten. Kommerzielle Riegel punkten mit exakten Nährstoffangaben, konsistenter Qualität, 12–24 Monaten Haltbarkeit und praktischer Verpackung. Ein Rice-Cake-Rezept mit Sushi-Reis, Aprikosen, Mandeln, Honig und Kokosöl liefert pro Portion etwa 180 kcal, 32 g Kohlenhydrate, 4 g Protein und 4 g Fett und hält im Kühlschrank fünf bis sieben Tage. Wer Präzision und lange Lagerung braucht, greift eher zu Fertigprodukten; wer Individualität und Kosten zählt, zu selbstgemachten Varianten.
Wie beeinflussen Temperatur und Lagerung die Handhabung von Riegeln im Wettkampf?
Unter 10 °C werden viele Riegel hart und schwer zu kauen, bei 20–25 °C liegt die ideale Konsistenz, über 30 °C werden sie weich und klebrig. Bei Hitze empfiehlt die Seite eine isolierte Tasche mit Kühlakku oder den Wechsel auf Gels. Kommerzielle Riegel lagert man kühl und trocken bei 15–20 °C ohne direkte Sonne; original verschlossen halten sie 12–24 Monate, geöffnet sollten sie innerhalb von zwei bis drei Wochen verbraucht werden. Selbstgemachte Riegel gehören in den Kühlschrank (4–7 °C) für fünf bis sieben Tage oder ins Gefrierfach bis etwa drei Monate, idealerweise einzeln und luftdicht verpackt.
Wann isst man einen Riegel vor dem Start und wann einen Proteinriegel nach dem Training?
Vor dem Rennen empfiehlt die Seite 60–90 Minuten vor dem Start einen leicht verdaulichen Riegel mit moderatem glykämischem Index und niedrigem Ballaststoffgehalt, kombiniert mit genug Flüssigkeit und ohne ungetestete Produkte. Ziel ist die Glykogenauffüllung ohne Belastung des Magens. Nach der Belastung eignet sich 30–60 Minuten nach dem Ende ein proteinreicher Riegel mit 15–20 g Protein, kombiniert mit Kohlenhydraten im Verhältnis 3:1 bis 4:1 als Alternative zu Protein-Shakes. Wichtig bleibt: Neue Produkte mindestens drei- bis viermal im Training testen und Riegel in kleinere Stücke teilen, statt alles auf einmal zu essen.